Ladebooster im Wohnmobil

Ladebooster vs. Trennrelais im Camper – Das musst du wissen

Die Zweitbatterie während der Fahrt zu laden ist überaus beliebt und eine effiziente Lademöglichkeit. So gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die Bordbatterie durch den laufenden Motor zu laden. In diesem Artikel gehe ich genauer auf die Ladung mit einem Ladebooster und mit einem Trennrelais ein. Erfahre alles zum Tehema Ladebooster vs. Trennrelais in diesem Beitrag.

Meine Kunden fragen mich oft, ob ein Trennrelais ausreicht oder ein Ladebooster doch mehr Sinn macht. Ob Selbstausbauer oder Wohnmobilbesitzer, für beide ist die Frage Ladebooster vs. Trennrelais ein wesentliches Thema. Lohnt es sich, einen Ladebooster nachzurüsten? Soll ich beim Ausbauen gleich einen Ladebooster einbauen oder reicht mir ein Trennrelais? In diesem Artikel beantworte ich die häufigsten Fragen zum Thema Ladebooster oder Trennrelais!

Was ist ein Ladebooster?

Um die Verbraucher in deinem Camper mit genügend Ladestrom zu speisen, wird für die Wohnraum-Elektrik in der Regel eine Zusatzbatterie verbaut. Um die Zweitbatterie während der Fahrt zu laden, stelle ich bei meinen Kunden eine Verbindung zwischen den beiden Batterien her. Dazwischen wird üblicherweise ein Ladebooster oder Trennrelais verbaut.

Durch dieser Verbindung wird die Wohnraumbatterie während der Fahrt mit Unterstützung der Lichtmaschine geladen. Diese Verbindung muss im Stand allerdings getrennt sein, sodass die Starterbatterie nicht über das Bordnetz entladen wird. Ein sogenannter Ladebooster, Ladewandler oder auch B2B Ladegerät (battery to battery Lader) ersetzt das herkömmliche Trennrelais und übernimmt die Ladefunktion während der Fahrt.

Mehr zum Thema Ladebooster findest du in diesem Beitrag!

Was ist ein Trennrelais?

Um die Zweibatterie während der Fahrt zu laden, ist ein Trennrelais die einfachste Verbindung. Diese verbindet beide Batterie bei laufendem Motor. Sobald du diesen abstellst, trennt das Trennrelais die beiden Batterien voneinander. Es dient also als eine Art Schalter zwischen den zwei Batterien im Camping Fahrzeug.

Unterschiedliche Arten von Trennrelais

Einfaches Trennrelais

Das einfache Trennrelais sieht aus wie jedes Relais und besitzt vier Anschlüsse. Dieses trennt die Plusleitung zwischen der Starter- und der Aufbaubatterie, sobald der Motor abstellt. Hierbei gibt es keine Spannungsüberwachung. Solche einfachen Trennrelais findest du oft in vollausgestatteten Wohnmobilen wie VW, Mercedes Sprinter, Hymer, Wohnwagen etc.

Automatische Trennrelais

Ein automatisches Trennrelais kann deutlich mehr als ein einfaches Trennrelais. So besitzt ein automatisches Trennrelais eine integrierte Spannungsüberwachung und schaltet dadurch selbstständig ein und aus. Sobald 13,7 V gemessen werden, schaltet sich das Trennrelais ein und wenn die Spannung unter 12,8 V fällt werden die beiden Batterien getrennt. Solche automatischen Trennrelais sind besonders einfach einzubauen, da diese kein D+ Signal benötigen. Zudem regelt die Lichtmaschine bei einem automatischen Trennrelais die Ladespannung.

Gut zu wissen: Bei einem älteren Reisemobil liegt diese bei 14,2 -14,4 Volt. Je hochwertiger die Verkabelung durchgeführt wurde, umso mehr Ladestrom wird in die Zweitbatterie eingespeist.

Was passiert mit der Aufbaubatterie ohne Trennrelais?

In der Regel gehören Trennrelais zur Standardausstattung bei Wohnmobilen, welche zwei unterschiedliche Batterien beinhalten. Eine dient als Starterbatterie hingegen die andere für die Stromverbraucher im Wohnraum zuständig ist. Während der Fahrt versorgt die Lichtmaschine die Verbraucher und die Starterbatterie. Ohne Trennrelais wären die beiden Batterie auch nach dem Abstellen des Motors noch miteinander verbunden. Im schlimmsten Fall ziehen deine Verbraucher die Starterbatterie leer und ein Starten des Motors ist nicht mehr möglich.

Was passiert mit der Aufbaubatterie ohne Ladebooster?

Ladebooster Camper, Wohnmobil einbauen

Sobald du deine Starter- und deine Versorgerbatterie zusammenschliesst, ist ein Trennrelais oder Ladebooster notwendig.Ansonsten kann es sein, dass eine der Batterien Schaden nimmt.

Überdies hinaus arbeitet ein Ladebooster spannungsabhängig. Das heisst, dieser kann deine Zweitbatterie vollständig laden. Also zu 100 %, nicht nur 95 % oder 80 %, nein ganze 100 %! Dies ist ein grosser Vorteil von einem Ladebooster. Folglich kann die Zweitbatterie ohne Ladebooster nicht vollständig geladen werden.

Ladebooster vs. Trennrelais – Was eignet sich für deinen Camper?

Bei meinen Kunden verbaue ich grundsätzlich nur noch Ladebooster. Mit dem Ladebooster von Victron habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und bislang keine grösseren Probleme damit. Zudem besitzt dieser eine Bluetooth Funktion, welche es mir erlaubt, alle wichtigen Parameter abzulesen. Dies ist besonders bei einem Problem in der Stromversorgung vorteilhaft. Kurzerhand können mir meine Kunden einen Screenshot der Parameter zukommen lassen und ich kann dadurch bereits einige Fehlerquellen ausschliessen und ihnen ortsunabhängig zur Seite stehen.Folglich verbaue ich nur noch ganz selten bzw. so gut wie nie ein Trennrelais.

Allerdings spielt dein Reiseverhalten und das Alter deines Wohnmobils eine wesentliche Rolle, welches Ladegerät für dich besser geeignet ist. Trotzdem macht es nur in sehr wenigen Fällen noch Sinn, ein Trennrelais einzubauen und nicht gleich einen Ladebooster zwischen die beiden Batterien zu integrieren.

Wann macht ein Trennrelais Sinn?

Nur unter den folgenden Vorraussetzungen kann ein Trennrelais noch begrenzt Sinn machen:

  • Du besuchst nur Campingplätze mit Landstrom und du stehst nie frei.
  • Du besitzt ein altes Fahrzeug mit konstanter Ladespannung der Lichtmaschine und ausreichendem Kabelquerschnitt.
  • Du fährst nur sehr wenig, du besitzt nur 1-2 Verbraucher und bist meist nur bei Sonnenschein unterwegs, sodass du deinen Stromverbrauch mit einem Solarsystem decken kannst.
  • Als Erhaltungsspannung für Blei-, Gel- und AGM-Batterien

Wann macht ein Ladebooster im Wohnmobil Sinn?

Kurz und knapp: Nahezu IMMER.

Ich muss zugeben, in meinen eigenen Camper habe ich sogar zwei Ladewandler verbaut. Diese laden meine 200 Ah LiFePo4 Akkus komplett voll – und das nach nur 4 h Fahrt. Das ist für mich die ideale Lösung, da innerhalb kürzester Zeit die Batterien effizient geladen werden können und ich die volle Leistung nutzen kann. Selbst wenn ich nur eine Stunde fahre, habe ich knapp 60 A in den Batterien. Das reicht locker aus, um die Kühlbox, den Laptop, die Handys, die Kaffeemaschine etc. für 1-2 Tage zu betreiben. Das Solarmodul mit 180 W sorgt bei mir an sonnigen Tagen für die Erhaltungsladung. So sind die zwei 30 A Ladebooster von Victron in meinem James Cook die Hauptladequelle für meine 200 Ah Lithium Batterien. Denn Landstrom nutze ich nur sehr selten, da wir meist freistehend unterwegs sind.

In diesen Fällen lohnt sich der Einbau eines Ladeboosters:

  • Du bist ein Langstreckenfahrer oder fährst nahezu täglich
  • Du bist viel im Winter unterwegs
  • Du bewegst dein Fahrzeug regelmässig und stehst nie länger an einem Ort
  • Du besuchst nur sehr selten Campingplätze und nutzt nur selten Landstrom
  • Du liebst es ein paar Tage ohne Landstrom freizustehen und möchtest während der Fahrt die Batterie möglichst schnell laden
  • Du besitzt ein Wohnmobil mit Trennrelais und möchtest dieses durch einen Ladewandler ersetzen, um die Zweitbatterie effizienter zu laden
  • Du möchtest deine Batterie komplett laden – zu 100 %

Vorteile Trennrelais

  • Starthilfe bei Blei-, Gell und AGM Batterien möglich: Mit einem Trennrelais kannst du dir selber Starthilfe geben. Dies ist bei einer Lithium Batterie allerdings nicht möglich.

Vorteile eines Ladebooster

  • Überwachung der Spannung: Ein B2B Ladegerät bzw. Ladebooster überwacht die Spannung deiner Fahrzeugbatterie. Das heisst, der Booster schaltet sich erst ein, wenn die Starterbatterie ausreichend geladen ist. Folglich schaltet sich der Ladewandler ab, wenn die Lichtmaschine nicht arbeitet.
  • Keine Überladung der Bordbatterie: Der Ladebooster erkennt, wenn die Bordbatterie vollständig geladen ist. Selbst wenn du mit voller Batterie startest kann diese nicht überladen werden. Denn der Ladebooster schaltet auf Ladeerhaltung der Bordbatterie und stoppt in diesem Fall.
  • Ladung bis 100 % möglich: Der Ladebooster schafft es, die Bordbatterie zu 100 % voll zu laden anhand der eingestellten Ladekennlinie.

Ladebooster – Unterschiedliche Modelle

30 A Ladebooster

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich sehr gute Erfahrungen mit dem Ladebooster von Victron gemacht habe. Folglich verbaue ich diesen besonders gerne in den Reisemobilen meiner Kunden. So lassen sich Ladebooster bis zu 30 A einfach in die vorhandenen Verkabelung zwischen Start- und Bordbatterie integrieren. Allerdings ist beim Einbau fachmännisches Wissen vorteilhaft und sollte nich von Laien eingebaut werden. Je nach Einbauart kann das serienmässige Trennrelais an Ort und Stelle bleiben.

Über 30 A Ladebooster

Auch der Ladebooster von Votronic ist unter Selbstausbauern sehr beliebt. Der 50 A Votronic Ladebooster kann nämlich so begrenzt werden, dass dieser nur noch knapp 30 A abgibt.

Sobald höhere Ladeströme angewendet werden, müssen dickere Kabel verlegt werden. Ansonsten kann eine optimale Ladung nicht stattfinden.

Ladebooster mit Ladeerhaltung der Starterbatterie

Ausserdem gibt es Ladebooster, welche eine Ladeerhaltung der Starterbatterie bzw. einen Rückladezweig integriert haben. Dieser Rückladezweig ermöglicht im Stand die Ladeerhaltung der Starterbatterie, wenn die Bordbatterie vollgeladen ist.

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Unterschied Ladebooster und Trennrelais

Um meinen Kunden zu veranschaulichen, was der Unterschied zwischen einem Ladebooster und einem Trennrelais ist, verwende ich gerne folgendes Beispiel:

Stell dir vor, deine zwei Batterien sind mit einem Wasserschlauch verbunden und beide Batterien sind bildlich gesehen zwei Kanister gefüllt mit Wasser.

Trennrelais: Das Trennrelais wird zwischen den beiden Batterien in den Schlauch platziert und dient als Ausgleichsgefäss. Nun fliesst das Wasser durch den Schlauch von rechts nach links. Sobald der eine Kanister an Wasser verliert, wird dieser durch den anderen Kanister aufgefüllt. Dies passiert ganz langsam und ist beinahe nur ein ‚tröpfeln‘ des Wassers von einem Kanister in den anderen.

Ladebooster: Wird ein Ladebooster zwischen die beiden Wasserkanister installiert, dient dieser als eine Art Pumpe. Das Wasser wird vom vollen Kanister regelrecht in den leeren ‚gepumpt‘. Das heisst, der Kanister wird effizient und schnell gefüllt.

Ladebooster und Lithium Batterien (LiFePo4)

Inzwischen verbaue ich bei den meisten Kunden nur noch Lithium Batterien. Deren Vorteile überwiegen deutlich deren Preis und sind für mich die langfristigste Lösung in einem regelmässig genutzten Camper. Ausserdem verbaue ich Lithium Batterien in der Regel immer in Kombination mit einem Ladebooster. Damit sind die meiste meiner Kunden ideal ausgerüstet und brauchen nur in seltenen Fällen eine zusätzliche Solaranlage.

Insbesondere bei den neuen Modellen (ab Euro 6) ist ein Ladebooster unabdingbar. Wurde nur ein Trennrelais verbaut, besteht das Risiko dass sich die Lithium Batterie nach einer gewissen Fahrzeit sogar entleert, wenn kein Ladebooster verbaut wurde.

Bei älteren Fahrzeugen mit Lithium Batterien entstehen weniger Probleme. Ist der Ladestrom tatsächlich zu hoch und hat der Hersteller oder Ausbauer sauber gearbeitet, dann brennt die Sicherung in der Ladeleitung durch und es entstehen keine Mängel am Bordnetz. Da eine durchgebrannte Sicherung allerdings auch nicht sehr toll ist, empfehle ich auch bei älteren Modelle einen Ladebooster in Kombination mit einer Lithium Batterie zu verbauen. Zudem kann die Bordbatterie mithilfe des Ladeboosters auch bei älteren Modelle vollständig geladen werden, was mit einem Trennrelais nicht der Fall ist.

Wenn sich bereits Lithium Batterien im Fahrzeug befinden und ein Ladebooster nachträglich eingebaut wird, muss dieser bloss noch eingestellt werden. Dies allerdings nur, wenn dieser kein Lithium Ladeprogramm besitzt. (13,5 V)

Ladebooster für Wohnwagen

Ladebooster im Wohnwagen

Es ist auch möglich, einen Ladebooster in einem Wohnwagen oder einer Absetzkabine einzubauen. In der Regel ist ab Werk ’nur‘ ein Trennrelais verbaut. Dadurch wird die Wohnraumbatterie leider nicht richtig geladen und dient mehr zur Erhaltung der Spannung der Zweitbatterie. Bei einem Wohnwagen muss allerdings darauf geachtet werden, dass der Ladebooster nicht zu stark ist. Denn die 12 V Steckdose der Anhängerkupplung und die dünnen Kabel sind für Ladebooster mit einer hohen Ladung nicht geeignet. Ich nutze dafür gerne den 18 A Ladebooster von Victron. Dies verträgt die Steckdose sehr gut und wird nicht zu heftig belastet.

Einbau Ladebooster

Grundsätzlich rate ich allen vom Einbau eines Ladeboosters ohne Grundkenntnisse ab. Und dies nicht nur, weil der Einbau von Ladeboostern zu meinen Dienstleistungen gehört 😉

Nein, es ist wichtig grundlegenden Kenntnisse zu besitzen, damit ein Ladebooster fachmännisch und sicher in das vorhandene oder in ein neues System integriert wird. Nur so kann sicher gestellt werden, dass die einzelnen Komponente keinen Schaden nehmen.

Grundinformationen Einbau Ladebooster

Schaltplan Ladebooster, Wohnmobil, Camper, Strom

Im Allgemeinen muss der Ladebooster so dicht wie möglich an die Aufbaubatterie angeschlossen werden. Bei Wohnmobilen mit Elektroblock und Trennrelais muss dieser in der Batterieleitung zwischen Trennrelais (Elektroblock) und Starterbatterie angeschlossen werden.

In der Regel findest du in Wohnmobile entweder den Schaudt Elektroblock (EBL) oder das Verteiler Modul von CBE mit Sicherungen, Trennrelais und externem Ladegerät. In beiden Fällen sind an diesen Geräten Starterbatterie und Aufbaubatterie angeschlossen. In solchen Fällen ist der Einbau relativ einfach. Aber auch hier: Wenn du keine Kenntnisse über die Elektronik eines Fahrzeuges besitzt, rate ich dir vom eigenen Einbau ab.

Fazit Ladebooster und Trennrelais

Nur in sehr wenigen Fällen macht die Installation eines Trennrelais für Wohnmobil, Camper und Wohnwagenbesitzer noch Sinn. Insbesondere seit dem Aufkommen der effizienten Lithium Batterie ist der Einbau eines Ladebooster sehr sinnvoll. Ich verbaue deshalb nahezu keine Trennrelais und raten meinen Kunden stets zu einem Ladebooster. Nur wenn meine Kunden von zu haue zum Campingplatz fahren und dabei die Erhaltungsspannung der Batterie während der Fahrt benötigen, dann kann auf einen Ladebooster verzichtet werden. Denn diese nutzen dann vor Ort den Landstrom und benötigen nicht das effiziente Laden während der Fahrt. Sobald du allerdings auch mal abseits von Landstrom unterwegs bist, macht ein Ladebooster definitiv Sinn. Mein Tipp: Investiere lieber in einen Ladebooster und warte mit der Installation eines Solarsystems. Meist reicht ein Ladebooster in Kombination mit einer Lithium Batterie, um den Strombedarf zu decken.

FAQ Ladebooster und Trennrelais im Fahrzeug

Warum einen Ladebooster verbauen?

Der Ladebooster kann die Wohnraumbatterie vollständig während der Fahrt laden. Denn der Ladewandler liefert solange Strom bis die Zweitbatterie zu 100 % geladen ist.

Wo wird der Ladebooster eingebaut?

Der Ladebooster wird zwischen die Starter- und die Bordbatterie integriert.

Muss das Trennrelais ausgebaut werden?

Dies hängt von der Art des Einbaues ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Es ist allerdings möglich das Trennrelais verbaut zu lassen, wenn du die passende Installation durchführst.

Was macht das Trennrelais in einem Wohnmobil?

Das Trennrelais verhindert die Entladung der Starterbatterie. Es kappt die Verbindung zwischen der Starter- und der Wohnraumbatterie sobald der Motor ausgeschaltet ist.

Was macht ein Ladebooster?

Der Ladebooster ist ein 12-V-Ladegerät, welcher bei der Fahrt die Bordbatterie lädt. Anstatt einer 230-V-Eingangsspannung wird mit der Batteriespannung gearbeitet. Folglich wird ein Ladebooster (auch Ladewandler) genannt, zwischen Starterbatterie und Aufbaubatterie eingebaut. Darüber hinaus sind Ladebooster auf die jeweiligen Batterien einstellbar.

Kann ich nur mit einem Ladebooster mein Wohnmobil autark machen?

Dies ist eine sehr individuelle Frage und von den verbauten Verbrauchern und der Batteriebasis abhängig. Eine 100 Ah Lithium Batterie braucht mit einem 30 A Ladebooster etwa 3 h, um sich vollständig aufzuladen. Wenn du also täglich fährst und nicht mehr als 100 Ah pro Tag benötigst, dann ist das durchaus möglich. Ich habe viele Kunden, die nur einen Ladebooster in Kombination mit Lithium in ihrem Fahrzeug verbaut haben und damit komplett autark unterwegs sind.

Ist es möglich die Bordbatterie mit einem Ladebooster zu 100 % aufzuladen?

Ja, das ist definitiv möglich. Wenn du lange genug unterwegs bist, kannst du mit dem B2B Ladegerät (Ladebooster) deine Batterie komplett vollladen.

Wie viel lädt der Ladebooster während der Fahrt?

Ist deine Lithium Batterie komplett leer und besitzt du einen 30 A Ladebooster, dann wird deine Batterie mit 30 A pro Stunde geladen. Das heisst, eine leere 100 Ah Lithium Batterie ist nach einer Stunde Fahrt zu 1/3 voll.

Wo muss der Ladebooster im Wohnmobil platziert werden?

Es ist wichtig, den Ladebooster möglichst nahe an der Bordbatterie zu installieren.

Kann ich einen Ladebooster mit einem Solarsystem kombinieren?

Ja, die Ladeströme summieren sich und beide Geräte sorgen für eine korrekte Einhaltung der Ladespannung. Dadurch ist ein Überladen der Batterie nicht möglich.

Eignet sich ein Ladebooster auch für Blei, GEL oder AGM Batterien?

Es ist möglich, den Ladebooster auch für GEL und Blei Batterie anzuwenden. Allerdings ist die Ladezeit bei Lithium Batterien deutlich effizienter.

Was ist ein B2B Lader?

Ein B2B Lader und Ladebooster sind dasselbe. Dieser ist ein Komponent der Stromversorgung im Reisemobil, Camper, Caravan, Bus, Wohnwagen etc. Korrekterweise wird dieser auch Ladewandler genannt. Die Batterie-zu-Batterie Ladegeräte lädt die zusätzliche Batterien (Bordbatterie bzw. Zweitbatterie) mit einer optimalen Kennlinie und stellt gleichzeitig sicher, dass die Starterbatterie nicht ungewollt entladen wird.